Perspektive der Konfis
Laura hatte sich mit ihrer besten Freundin Anne für Konfi angemeldet. Lange hatten sie sich überlegt, ob das etwas für sie bringt. Ihr großer Bruder Marc hatte den beiden aber dann erzählt, wie genial die Konfi-Zeit war. Und so haben sie sich dann doch dazu entschlossen, sich anzumelden. Vor der Anmeldung hatten Laura und Anne ausgemacht, alle Aktionen und Projekte gemeinsam zu besuchen. Dass dies am Ende nicht bei allen Aktionen so geworden ist, hat auch damit zu tun, dass die beiden unterschiedliche Interessen hatten. Durch die verschiedenen Aktionen und Praktika haben sie auch andere Gemeinden und Menschen kennengelernt. Zur Konfirmation und der Vorbereitung dafür waren Anne und Laura dann wieder gemeinsam in einer Gruppe. Laura und Anne freuen sich schon auf die Trainee-Gruppe, die im Anschluss von der Jugendreferentin aus dem Nachbarort angeboten wird. Da werden sie sicherlich wieder einige aus der Konfi-Zeit treffen, allen voran die Teamer:innen. Und in einem Jahr können sie dann mit in die Konfi-Zeit des nächsten Konfi-Jahrgangs einsteigen.
Das braucht es
- Die beteiligten Gemeinden verantworten gemeinsam die Konfi-Arbeit und unterstützen einander bei der Koordination und Ausstattung.
- Die jeweils verantwortliche Pfarrperson oder andere leitende Personen aus anderen Berufsgruppen oder ehrenamtlich Tätige oder das Team erhält entsprechende organisatorische Unterstützung.
- Mehrere Konfi-Gruppen sind an einem Ort denkbar.
- Im Laufe des Konfi-Jahres sollten darüber hinaus regelmäßige Feedback- und Austauschrunden stattfinden, in denen die Entwicklung der Konfis, sowie der Gruppendynamik reflektiert wird und die organisatorischen Fragen mit ausreichendem Vorlauf angesprochen werden.
- Eine oder mehrere Personen sind dafür da, um sowohl die organisatorische als auch inhaltliche Arbeit zu koordinieren, Termine der Konfi-Arbeit mit den Gemeindeveranstaltungen abzustimmen und um zu den nötigen Feedback- und Austauschrunden einzuladen.
Zu klärende Fragen
- Wie werden die Konfirmationsgruppen eingeteilt?
- Wird die Realisierung des Modells von der Zahl der Konfirmand:innen am Ort abhängig gemacht und steht damit von Jahr zu Jahr infrage oder wird es unterstützt, weil der Mehrwert des Modells an sich stark gemacht wird und damit auf Kontinuität angelegt ist?
- Wie gehen die Verantwortlichen mit unterschiedlichen Gruppengrößen um? Wie werden Unter- und Obergrenzen vereinbart?
- Lässt sich die Konfi-Arbeit in eine regio-lokale gemeindepädagogische Konzeption einfügen, z. B. in familienaktive Gemeindearbeit, in Konzeptionen der regionalen Jugendarbeit?
- Wie sind die Parochialgemeinden der Konfirmand:innen eingebunden, z. B. als Praktikums-Orte, als zu erkundende Orte usw. (vgl. dazu auch Modell 4)?
- Wie ist die gemeinsame Verantwortung der beteiligten Gemeinden abgebildet, z. B. durch einen Konfi-Ausschuss der Gemeinden, regelmäßige Informationen in den Entscheidungsgremien usw.?
- Wo findet die Konfirmation statt? Wie werden die Konfirmationsgruppen ggf. eingeteilt? Wird die Konfi-Gruppe nach parochialer Zugehörigkeit oder nach Konfirmationsterminen am Ende des Konfi-Jahres getrennt?
- Ist den Konfirmand:innen klar, wer jeweils für sie persönlich zuständig ist?
- Wer konfirmiert die Jugendlichen?
- Wie findet Öffentlichkeitsarbeit und Information zu den Varianten statt?
- Gibt es gemeinsame regionale Programmelemente?
- Wie wird die Vernetzung mit der regionalen Jugendarbeit integriert?
- Wie werden die verantwortlichen Pfarrpersonen insbesondere bei den Varianten „SamstagKonfi“ und „Konfi kompakt“ unterstützt und entlastet?
Praxisbeispiele